Hundeausbildung - Zwangfreie Hundeerziehung

 

Zwangfreie Hundeerziehung
...funktioniert, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Nämlich genau so lange, bis etwas anderes interessanter ist als Ihr Bestätigungsmittel (Leckerchen oder Spielzeug).
Hierbei sollten Sie auch für sich definieren, wo Zwang anfängt. Zwang beginnt dort, wo einem Lebewesen eine Verhaltensweise abverlangt wird, die es selbständig in einer solchen Situation nicht zeigen würde. Daher wäre es also schon als Zwang anzusehen, wenn Sie ein "Sitz!" von Ihrem Hund fordern um ihm dann ein Leckerchen zu geben. Auch das Anlegen von Halsband und Leine fiele somit unter den Begriff "Zwang".
Zuverlässigen Gehorsam kann man ohne Einsatz von Zwang nicht erreichen. Interessiert sich Ihr Hund für seinen Artgenossen auf der anderen Straßenseite, wird es schwer ihn mit Leckerchen, guten Worten und seinem Spielzeug davon abzubringen. Ein weiteres Beispiel ist das unerwünschte Anbellen von Passanten am Zaun. Einfach nur warten und dann loben, wenn der Hund "mal ruhig" ist, wird diesen Verhaltenskreislauf nicht beenden.
Das Setzen von klaren Grenzen ist ebenso wichtig wie das Lob. Ein Hund sollte auch lernen, dass unerwünschtes Verhalten Konsequenzen für ihn hat. Die Bezeichnungen für die Mittel, die zum Beenden eines unerwünschten Verhaltens beim Hund führen, variieren. So findet man Begriffe wie Strafe, Korrekturmaßnahme oder Zwang. Die Unterschiede in der Definition der jeweiligen Wortbedeutung würde hier den Rahmen sprengen und in einer philosophischen Diskussion enden.

Wie auch immer Sie es nennen wollen, wichtig ist der angemessene Einsatz. Angemessen bedeutet nur so stark wie nötig und so wenig wie möglich!